Home Office einrichten - 6 Dinge die du wissen solltest

Home Office Raumtrenner

Von zuhause aus zu arbeiten gehört nicht erst seit der Corona-Pandemie für viele zum Berufsalltag. Hast auch du vor, deinen Job öfter in den eigenen vier Wänden zu erledigen? Gut, dass du da bist! Hier findest du 6 Tipps, worauf du beim Einrichten deines Home Office achten solltest – egal, ob du dort langfristig oder nur übergangsweise arbeitest.

1. Es lohnt sich, in gute Ausstattung zu investieren

Fast die gesamte Grundausstattung für das Home Office gibt es theoretisch zum sehr kleinen Preis. Wie du dir denken kannst, ist das aber nicht die klügste Lösung. Jedenfalls nicht, wenn du regelmäßig und viele Stunden am Tag zuhause beschäftigt bist. Sofern irgend möglich, ist also die Investition in ein ordentliches Setup zu empfehlen:

  • ein ergonomischer Schreibtischstuhl
  • ein verlässlicher Schreibtisch (stabil, breit und lang genug)
  • eine Maus, die gut in der Hand liegt
  • ein Mauspad mit Handballenablage
  • eine Tageslichtlampe (besonders dann, wenn du nicht die Möglichkeit hast, den Schreibtisch nahe am Fenster aufzustellen)
  • Boxen oder Noise-Cancelling-Kopfhörer, falls du gerne mit Musik arbeitest

Was davon Priorität hat, hängt natürlich von deiner Situation ab. Du arbeitest höchstens alle paar Wochen mal zuhause? Dann muss es nicht gleich der High-End-Bürostuhl sein und du brauchst vielleicht einfach nur eine neue Maus.

Ganz anders liegt der Fall wiederum, wenn du selbstständig und/oder fast ausschließlich im Home Office bist. Dann solltest du dir überlegen, ob du z. B. einen höhenverstellbaren Schreibtisch anschaffen willst. Dein Rücken wird es dir danken!

2. Eine klare Trennung von Wohn- und Arbeitsbereich ist wichtig

Privates und Berufliches räumlich trennen: der klassische Home-Office-Tipp. Das ist allerdings oft leichter gesagt als getan, schließlich hat nicht jeder einen separaten Büroraum zur Verfügung. Kommt dir das Problem bekannt vor? Dann lass dir gesagt sein: Wichtig ist in erster Linie, immer am selben Platz zu arbeiten. Und wenn es der Esstisch ist.

Idealerweise grenzt du diesen Bereich auf irgendeine Weise ab. Klassische Lösungen sind:

  • Regale als Raumtrenner (Stauraum als praktischer Nebeneffekt)
  • dekorative Paravents
  • große Pflanzen
  • Vorhänge

Solltest du dich dauerhaft im Home Office niederlassen, kannst du noch einen Schritt weiter gehen und auf einen schalldämmenden Akustikvorhang statt normalem Vorhangstoff setzen. So bekommst du eine ruhigere Arbeitsatmosphäre gleich mit dazu.

3. Das technische Setup muss stimmen

Die Technikfrage ist ebenfalls situationsabhängig. Vielleicht bist du angestellt und bekommst vom Arbeitgeber einen Computer, ein Firmenhandy etc. Vielleicht organisierst du dir als Selbstständige/r aber auch alles selbst. Gerade in letzterem Fall wirst du wohl einen Großteil der folgenden Ausstattung brauchen können:

  • PC oder Laptop
  • 1-2 Bildschirme
  • ein Telefon
  • Headset, falls du häufig telefonierst
  • Drucker (bei häufiger Verwendung am besten mit Dokumenteneinzug, damit du mehrere Seiten am Stück scannen/kopieren kannst)
  • ggf. einen Aktenvernichter
  • WLAN-Verstärker, falls das Router-Signal am Arbeitsplatz zu schwach ist

Bleibt noch der Faktor Sicherheit. Du willst schließlich nicht riskieren, Opfer eines Hacking-Angriffs zu werden oder deine Daten zu verlieren. Zusätzlich zur Hardware brauchst du daher:

  • eine VPN-Verbindung zur verschlüsselten Datenübertragung
  • eine Möglichkeit zur Datensicherung (Cloud und/oder externe Festplatte)
  • eine geeignete Versicherung, falls du selbstständig im Digitalbereich arbeitest

4. Vorräte schaden nie

Es ist eigentlich selbstverständlich, aber wird im Eifer des Gefechts gerne mal vergessen: das Vorratssystem fürs Home Office. So sparst du dir lästige Besorgungen zwischendurch. Mit folgenden Vorräten kannst du deine Zeit für etwas Sinnvolleres einsetzen und ohne Unterbrechung weiterarbeiten:

  • Kugelschreiber
  • Druckerpapier
  • Druckerpatronen/Toner
  • Briefumschläge
  • Notizzettel
  • Schnellhefter/Ordner
  • Klarsichtfolien

…und was immer du sonst täglich in Gebrauch hast!

5. Ein Ablagesystem spart Zeit und Nerven

Je nach Job sammeln sich im Lauf der Zeit so einige Unterlagen an. Manches davon kannst du vielleicht schnell wieder entsorgen – anderes musst du im Rahmen der Aufbewahrungspflicht wohl oder übel behalten. Überlege dir deshalb von Anfang an ein Ordnungssystem.

Das mag pedantisch klingen, doch letztendlich sparst du dir durch nachhaltige Ordnung eine Menge Zeit und Nerven! Und mit einem Abstecher zu Pinterest etc. findest du bestimmt schnell ein System, das dir gefällt. Wie gesagt: Auf lange Sicht wirst du heilfroh sein, beim Einrichten des Home Office deinen inneren Monk herausgekehrt zu haben…

6. Stauraum darf nicht zu kurz kommen

Apropos ordnen: Kalkuliere immer zusätzlichen Platz ein, wo du Dinge einlagern kannst, die du aktuell nicht im Home Office brauchst. Nehmen wir mal an, du fotografierst im Rahmen des Jobs ab und zu. In dem Fall wirst du vermutlich Stative, Leuchten etc. nicht täglich verwenden – aber weggeben willst du dieses Zubehör genauso wenig. Das Gleiche gilt, wenn du z. B. viele Kooperationspartner hast und Produktproben bekommst – wohin mit all dem?

Zur Home-Office-Einrichtung gehört also nicht nur der Arbeitsplatz selbst, sondern auch genügend Stauraum. Deine Wohnung ist schon vollgestellt und ein weiteres Regal hat unmöglich Platz? Dann schau dir an, ob du vielleicht mithilfe von Wandregalen nach oben expandieren kannst. Alternativ kannst du in deiner Nähe einen externen Lagerraum mieten.

Du siehst schon, zum Home Office gehört in den meisten Fällen mehr, als einfach auf der Couch den Laptop aufzuklappen! Der Aufwand zahlt sich allerdings aus, wenn man einer Studie der Universität Exeter glauben darf: Die Untersuchung zeigte, dass ein selbst gestalteter Arbeitsplatz zur besserer Gesundheit sowie mehr Zufriedenheit und Produktivität führt. Na dann – was will man mehr?